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Bezahlbares Wohnen für Junge geplant: 38 geförderte Einheiten im neuen Quartier

09. September 2026

Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende und Studierende geplant

In Norderstedt zeichnet sich ein neues Wohnprojekt ab, das gezielt jungen Menschen in Ausbildung und Studium preiswerte Wohnungen bieten soll. Auf dem Areal nahe des Glashütter Marktes plant ein Investor ein Wohnquartier mit rund 112 Einheiten, davon sollen 38 öffentlich geförderte Appartements in der Form des Projekts «Junges Wohnen» jungen Menschen zugutekommen.

Das überarbeitete Konzept sieht sechs Gebäude vor, fünf davon mit sechs und eines mit sieben Geschossen. Zusätzlich sind Gewerbenutzungen vorgesehen. Für den Abschnitt «Junges Wohnen» ist eine wohnheimähnliche Struktur mit gemeinschaftlichen Bereichen oder einer WG-ähnlichen Organisation vorgesehen.

Die geförderten Wohnungen sind klein, maximal 25 Quadratmeter, und werden möbliert angeboten. Nach aktuellem Stand würden die Kosten bei 13,30 Euro pro Quadratmeter liegen. Diese Summe setzt sich aus der Grundmiete von 6,80 Euro pro Quadratmeter, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten von 1,00 Euro, einem Möblierungszuschlag von 1,50 Euro sowie Nebenkosten von 4,00 Euro zusammen. Rechnet man das auf 25 Quadratmeter hoch, ergeben sich monatliche Aufwendungen von etwa 332,50 Euro pro Person.

Die Vergaberegeln entsprechen den Vorgaben der Investitionsbank Schleswig-Holstein: Eine Zuordnung rein nach Alter ist nicht zulässig. Belegt werden dürfen die geförderten Wohnungen nach Vorlage eines gültigen Ausbildungsvertrages oder einer Immatrikulationsbescheinigung. Die Verwaltung betont, dass die ursprüngliche Zielsetzung erhalten bleibe, weil Auszubildende und Studierende überwiegend zur jüngeren Bevölkerungsgruppe zählen.

Seit 2019 wird im Rathaus über die Notwendigkeit und Ausgestaltung günstiger Angebote für junge Menschen diskutiert. Frühere Umfragen bei Unternehmen hatten eine geringere Nachfrage gezeigt als angenommen, und mögliche Kooperationen für das Projekt fanden nur begrenztes Interesse. Deshalb wurde das Konzept überarbeitet und im Sommer 2025 neu aufgelegt.

Teil des Planungsstands ist auch, dass für das Quartier an der Mittelstraße teils ältere Gebäude abgerissen werden könnten, um Platz für den Neubau zu schaffen. Das Verfahren soll noch in diesem Jahr vorangetrieben werden. Die Verwaltung rechnet damit, den überarbeiteten Entwurf in den kommenden Monaten der Politik vorzulegen.

Für Norderstedt wäre das Angebot eine Neuerung: Solche möblierten Kleinstwohnungen mit verbindlicher Förderbindung und günstigen Konditionen existieren bislang in der Stadt kaum. Für Auszubildende und Studierende könnte das Projekt daher eine wichtige Option auf bezahlbaren Wohnraum darstellen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: abendblatt.de
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