Vom Postamt zum Wohnquartier: Adlershorst plant 100 Wohnungen am Falkenberg
Neues Wohnquartier soll innerstädtische Fläche nachhaltig umwandeln
Norderstedt. Die Wohnungsgenossenschaft Adlershorst hat einen weitreichenden Plan für das frühere Postgelände in Harksheide vorgelegt: Auf dem Areal an der Falkenbergstraße, südlich des Gymnasiums Harksheide und in der Nähe der Falkenbergkirche, sollen fünf Gebäude mit rund 100 Wohnungen entstehen. Mindestens die Hälfte der Einheiten ist als geförderter Wohnraum vorgesehen.
Das Architekturbüro Plan²A hat ein Konzept entwickelt, das bestehende Bäume weitgehend erhalten will und zwischen den Baukörpern grüne Gemeinschaftshöfe vorsieht. Entlang der Falkenbergstraße sind viergeschossige Häuser geplant, in den übrigen Bereichen soll überwiegend dreigeschossig gebaut werden. Im nördlichen Grundstücksbereich ist eine zweigeschossige Parkpalette vorgesehen; zusätzliche Stellplätze für Besucher, soziale Dienste sowie Handwerker und Lieferanten sollen oberirdisch angeordnet werden.
Die Gebäude sind als moderne Wohnbauten mit Laubengangerschließung konzipiert. Adlershorst betont, dass die Fassadenseiten der Laubengänge mit Rankhilfen für vertikale Begrünung ausgestattet werden sollen, um lokalen Klimaschutz und Aufenthaltsqualität zu stärken. Auf teure Staffelgeschosse und Kellergeschosse soll verzichtet werden, um eine kostengünstige und wirtschaftliche Bauweise zu ermöglichen. Alle Wohnungen sollen über ein Treppenhaus mit Aufzug barrierefrei erreichbar sein. Ziel ist zudem eine Anbindung an die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Norderstedt.
Vor den Sommerferien hatte die Politik das Konzept in der Grundsatzdiskussion positiv bewertet. Nun beantragt Adlershorst die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans für das Gelände. In einer Vorlage des Amtes für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr heißt es, die Umwandlung des ehemaligen Postgeländes zu Wohnraum werde grundsätzlich befürwortet, weil insbesondere geförderter Wohnraum eine sinnvolle innerstädtische Nachverdichtung darstelle. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr wird die Planung am Donnerstag, 17. September, beraten.
Mit dem Projekt reagiert die Genossenschaft auf den steigenden Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in der Stadtmitte. Sollte der Bebauungsplan beschlossen werden, könnte an der Falkenbergstraße in den kommenden Jahren ein neues, durchgrüntes Quartier entstehen, das verschiedene Haushaltsgrößen und Einkommensgruppen anspricht.